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Weihnachtsbrief 2009

Jerusalem 2009, Grabeskirche
Jerusalem 2009, Grabeskirche

Frankfurt im Dezember 2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen im polizeilichen Auslandseinsatz!

Im Herbst hatte ich Gelegenheit, in Palästina die Einsatzbedingungen von EUPOL-COPPS kennen zu lernen. Die angespannte Lage zwischen Israelis und Palästinensern war beiderseits der Grenzmauer ständig präsent. Umso mehr berührte mich bei einem Rundgang durch die Jerusalemer Altstadt dieses Paar in der Grabeskirche. Inmitten des touristischen Schiebens und Drängens versunken in den Anblick der Kerzen strahlten beide selbst Ruhe aus. Wenn mir in diesen Tagen vorweihnachtlicher Betriebsamkeit die Hektik zu groß wird, muss ich unwillkürlich an die beiden denken.

Zum Advent gehört die Positiverwartung, dass die Dinge sich zum Besseren kehren können. Im lebendigen Licht einer brennenden Kerze scheint mehr möglich zu sein als sonst. Der Monatsspruch Dezember setzt dabei auf Gottes Initiative:

"Ich will euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt.

Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände." (Sacharja 8,13)

Manchmal bedarf es eines Anstoßes von außen, damit es weiter geht. Gute Lösungen setzen Kräfte frei, die auch anderen zum Segen werden. Wir alle bedürfen solcher Erfahrungen um durchzuhalten. Weihnachten ist nicht die schlechteste Zeit dafür.

Ich wünsche Ihnen allen - auch im Namen meines katholischen Kollegen Pater Franz Koll -ein gesegnetes Weihnachtsfest bei Ihren Familien und in den Einsatzgebieten. Möge das Jahr 2010 "gute Lösungen" bringen, im Kleinen wie im Großen, weltpolitisch wie privat und das Weihnachtsfest uns jetzt schon zuversichtlich darauf einstimmen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Ltd.Polizeipfarrer Wolfgang Hinz